Wandern

Tasmanien bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten zum Wandern - von leichten Spaziergängen über Tageswanderungen bis zu anspruchsvollen Trekkingtouren (bushwalking), auf denen man tagelang abseits der Zivilisation unterwegs ist. Insbesondere in den Nationalparks, aber auch in anderen reizvollen Landschaften gibt es gut angelegte und beschilderte Wanderwege, auf denen man sich kaum verlaufen kann. Zu den schönsten Wandergebieten gehören die Nationalparks Cradle Mountain-Lake St Clair, Mt Field und Hartz Mountains sowie die Halbinseln Tasman und Freycinet. Berühmte mehrtägige Wanderung sind der Overland Track (5-6 Tage), der South Coast Track (7 Tage) und Frenchmans Cap (3-5 Tage).

Grandios auch bei schlechtem Wetter und durch ihre wilde Natur beeindruckend: Wanderungen in den Nationalparks. Angesichts der wechselhaften Witterung sollte man in den Bergen für alle Eventualitäten ausgerüstet sein. Ausführliche Informationen zum Wandern mit Übersichtskarten, Tipps zur Ausrüstung, nützlichen Adressen, Sicherheitshinweisen usw. finden sich im Tasmanien-Reiseführer.

Bei Trekkingtouren benötigt man außerdem ein hochwertiges, schneetaugliches Zelt, das auch dann mitgenommen werden sollte, wenn es unterwegs Berghütten gibt – auf beliebten Wegen wie dem Overland Track sind die Hütten oftmals voll besetzt. Beim Zelten sollte man möglichst die vorgesehenen Plätze benutzen. Für den Fall, dass man durch schlechtes Wetter aufgehalten wird, sollte man außerdem genügend Vorräte für zwei weitere Tage mitnehmen.

Tasmanien Montezuma Falls
Tasmanien The Neck

Links: Talschlucht unterhalb der Montezuma Falls; oben: The Neck

Organisierte Wandertouren

Zahlreiche Veranstalter bieten geführte Wanderungen an, die von Tagesausflügen bis zu mehrtägigen Trekkingtouren reichen, bei denen die Teilnehmer ihr Gepäck selbst tragen müssen. Die Unterbringung erfolgt in Zelten, Berghütten oder Lodges; Verpflegung ist inklusive. Ein Teil der Ausrüstung (z.B. Rucksack, Regenjacke) wird meist gestellt. Zu den bekanntesten mehrtägigen Touren gehören der Overland Track und der Bay of Fires Walk. Detaillierte Informationen über das Programm und die jeweiligen Reiseleistungen direkt bei den Veranstaltern. Nachfolgend eine kleine Auswahl:

Cradle Mountain Huts (Launceston) führt den Overland Track mit erfahrenen Führern in sechs Tagen durch. Die Gruppen sind auf maximal zehn Teilnehmer beschränkt. Fünf komfortable, nach ökologischen Gesichtspunkten angelegte Privathütten – die einzigen ihrer Art auf dieser Strecke – erwarten unterwegs die Wanderer. Nach einer heißen Dusche und einer Tasse Tee fühlt man sich wie neugeboren! Abends wird von den Führern ein Drei-Gänge-Menü gezaubert; gemütlich sitzt man beisammen und lässt die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.

Derselbe Veranstalter bietet auch die berühmte Bay of Fires als viertägige Wanderung an. Von Stumpy’s Bay verläuft die Wanderung entlang der grandiosen Küste mit ihren bizarren Granitfelsen und unberührten Sandstränden zu einem Beach Camp, wo die erste Nacht verbracht wird. Hier sorgen die Führer, die sich auch tagsüber aufmerksam um das leibliche Wohl ihrer Gruppe kümmern, für ein schmackhaftes Menü. Weiter geht es zum Eddystone Point, wo sich ein Leuchtturm erhebt, und dann entlang der eigentlichen Bay of Fires. Die preisgekrönte Lodge steht versteckt auf einer kleinen Anhöhe oberhalb einer blauen Meeresbucht. Hier kann man entspannen, ein Buch lesen, meditieren oder von der Terrasse den Blick aufs Meer genießen, bevor es das schmackhafte Abendessen gibt. Danach ist star-gazing – Sterne gucken – angesagt. Aus dem hellen Band der Milchstraße, unter dem Kreuz des Südens, fällt hin und wieder eine Sternschnuppe vom Himmel herab - und man ist wunschlos glücklich! Am nächsten Tag kann man ganz einfach in der Lodge relaxen oder aber eine kleine Wanderung mit einer Kanufahrt den Ansons River hinab verbinden.

Bay of Fires Walk Bay of Fires Lodge

Links: meist wandert man gemächlich an der Küste entlang, aber einmal geht es auch über Felsen ... oben: relaxen nach der Wanderung in der traumhaften Bay of Fires Lodge.

Bei Trekkingtouren durch die grandiose Natur Tasmaniens muss man eine ganze Reihe von Utensilien dabei haben, um in der Wildnis zurechtkommen zu können. Damit man diese Gegenstände problemlos transportieren und die Belastung durch das Gepäck in Grenzen halten kann, empfiehlt es sich, bereits frühzeitig festzulegen, was man unbedingt benötigt und wie man alles am besten in einem Rucksack verstauen kann. Kleine Dinge, wie beispielsweise den Kompass, eine regensicher verpackte Wanderkarte oder auch ein Universaltaschenmesser kann man beispielsweise auch mit einem Schlüsselanhänger am Gürtel befestigen. Dadurch hat man sie stets griffbereit und muss nicht lange danach suchen. Hobbyfotografen sollten überdies auf das Mitführen von zu viel Fotozubehör verzichten. Eine kleine Digitalkamera kann aber natürlich, am besten ebenfalls in einer Jacken- oder Hosentasche verstaut, problemlos mitgeführt werden. Die herrlichsten Natureindrücke lassen sich so auf unkomplizierte Weise jederzeit dokumentieren.