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Seit vielen Jahren ist das Wandern in Irland enorm populär. Wer wechselhaftes Wetter und gelegentlich vernässte Wege in Kauf zu nehmen bereit ist, der wird mit unerwarteten und herrlichen Wandermöglichkeiten belohnt. Unbedingt beachtet werden sollte aber das restriktive Wegerecht (right of way) in Irland. Große Teile Irlands befinden sich in Privatbesitz und dürfen nicht betreten werden, auch wenn die Landschaft einen wilden Eindruck macht. Dies gilt insbesondere für eingezäunte Ländereien wie Weideland. Wanderer müssen sich daher strikt an öffentliche Wege (public footpaths) und offizielle Wanderrouten halten, um sich Ärger mit wütenden Landbesitzern oder Pächtern zu ersparen. Schilder, die den Durchgang durch ein Grundstück untersagen (z.B. no trespassing), sind auf jeden Fall zu beachten.
Am besten wandert man auf den offiziellen Fernwanderwegen wie dem Wicklow Way, dem Beara Way oder dem Burren Way. Diese markierten Routen umfassen heute gut 3000 Kilometer. Aufgrund fehlender Wege führen sie teils querfeldein durch Moorland und manchmal auch auf Asphaltstraßen entlang. Alle diese Fernwanderwege sind in regelmäßigen Abschnitten mit besonderen Wegweisern markiert. Normalerweise handelt es sich um schwarze Holzpfosten mit einem gelben Pfeil, der die Richtung weist; manchmal zeigen sie auch das Symbol eines Wanderers. Auf schwierigen Abschnitten stehen diese Pfosten meist in dichter Folge; auf einfacheren Strecken, wo man sich nicht so leicht verläuft, kommen sie in größeren Abständen vor.
Daneben gibt es die National Looped Walks: offizielle, meist mehrstündige Rundwanderwege mit Plastikmarkern auf Wegpfosten. Auch Nordirland ist herrlich zum Wandern!
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